Montag, 6. Juni 2011

Rupert Hill Trophy 2011

Engelskirchen im schönen Sauerland, den 4.6.11, 10 Uhr morgens: trotz Temperaturen um 30 Grad treibt es uns ins offene Gelände. Wir warten auf einer, mit kleinen Birkenbäumchen, viel Totholz und anderem Gestrüpp bewachsenen offenen Fläche auf den Einsatz bei unserem ersten Mock Trial (Field Trial, aber mit Dummies anstatt Wild). Mit der Startnummer 17 kann ich mir die anderen Hunde vorher schon anschauen. Gelegentlich sieht man ein Dummy fliegen und einen Hund, der schon auf dem Weg dorthin ist, verfolgt vom lauten "NEIN" seiner Führerin. Andere halten das Arbeiten aus der line nicht aus, das manchmal lange Warten auf den Einsatz, und geben leise Töne von sich. Wieder andere springen ein, auch wenn es nur ein Vorrücken um einen halben Meter ist.
All das sind schwere Ausschlußfehler, die dazu führen, dass Hund und Hundeführer sofort ausscheiden. Beim Field Trial (und auch beim Mock Trial) gilt das knock-out-Prinzip. Anders als beim Workingtest darf man nach einem Fehler nicht weitermachen.
Es kann einem also passieren, dass man nach einer Anreise von über 500 Kilometern nach 10 Minuten schon fertig ist. Cookie und ich schaffen es in die 2. Runde. Ums einspringen muß ich mir bei diesem Hund sicherlich keine Gedanken machen :-)))
Als der Flat, der vor uns dran ist, sein Dummy nach langer Suche nicht findet, sind wir an der Reihe, dieses Dummy zu finden. Cookie hat es leider nicht markiert, da Flat und Hundeführer ein Stückchen vor uns standen und die Sicht versperrten. Da ich inzwischen auch nur noch eine ungefähre Vorstellung davon habe, wo das Dummy liegen könnte, schicke ich Cookie in das Gebiet und hoffe einfach auf ihre gute Nase. Kein Windchen weht, die Luft steht. Zweimal ist sie das dem Suchengebiet raus, als sie doch Witterung vom Dummy bekommt , sucht sucht sucht.......und findet. Ich hatte mich um ca. 15 Meter verschätzt, was unter normalen Bedingungen (feuchter Boden, mäßige Temperaturen) kein Problem ist, aber hier ist fast keine Witterung für die Hunde zu bekommen. Der Flat hatte hiermit ein sog. "eye wipe" und ist ausgeschieden.
Nach dieser 2.Runde sind nur noch 8 von 18 Hunden dabei. Und die gehen nach einer kurzen Pause in zwei Vierergruppen in ein anderes Gelände. Zuerst findet hangaufwärts ein lautes Treiben statt (Liebe Treiber, ihr ward echt überzeugend). Danach fällt rechts und links von uns in 20 Metern Entfernung jeweils ein Dummy. Und dann drehen wir uns nochmal um und stehen an einer Hangkante.Es geht ziemlich steil vor uns runter und der Hang steigt nach ca. 100 (oder 120 Metern???) wieder leicht an, es liegt auch hier viel Totholz und der Weg dorthin ist hoch bewachsen. Auf einer Breite von vielleicht 50-60 Metern liegen nach 100-120 Metern in einem schmalen Streifen 12 Dummys. Die ersten vier, in direkter Linie vor uns, sind für die vier Hunde kein Problem. Alle anderen aber liegen deutlich weiter rechts, und dahin muß man seinen Hund, der ja meistens dazu neigt an der gleichen Stelle, an der er erfolgreich war, nochmal zu suchen, handlen. Cookie läßt sich davon überzeugen, dass im alten Suchengebiet für sie nichts mehr zu holen ist und als sie sich auf meine Handzeichen hin immer weiter nach rechts bewegt, lasse ich sie einfach laufen. Die drei englischen und der deutsche Richter wollen eine eigenständige Arbeit beim Mock Trial sehen und einen Hund, der seine Nase einsetzen kann.
All das kann der Keks inzwischen hervorragend, manchmal hapert es noch auf weiten Entfernungen mit der sofortigen Reaktion auf meine Pfiffe. Wir arbeiten aber hart daran, besonders seit ich einen neuen Pfeifenton habe:-)))
Zum Schluß gibt es noch ein Stechen zwischen zwei Hunden und dann ist das Mock Trial auch schon zuende. Viel länger hätten wir es in der Mittagshitze auch nicht mehr ausgehalten.

1. Platz Stonehunter Fox Tomic/ Stefan Grebe
2. Platz Emma/ Jos Pieters
3. Platz Never change Dacota (Cookie) & ich
4. Platz Hasty Mitch v. d. Rheurdter Kuhlen/ Elke Dattenberg- Seifert

Certificate of Merit
Connywarren Lena/ Bianca Willems-Hansch
Duckflight Benelli/ Cyra Hoffs

Herzlichen Dank an alle, die diesen gelungenen Tag vorbereitet und durchgeführt haben. Als Richter aus dem Mutterland des Field Trials waren eingeladen: Rupert Hill, Keith Sandercock, Roger Wade und aus Deutschland Wolfgang Vergiels.

Ich hoffe, sie hatten trotz der Hitze Freude daran, unseren Hunden beim arbeiten zuzusehen.

Auch die Starterliste war international besetzt. Nicht nur deutsche Hunde waren vertreten, auch aus den Niederlanden (Emma & Jos Pieters), aus Österreich und aus der Schweiz waren Hunde gemeldet.


Und ich? Habe an diesem Wochenende irgendwo 2kg Gewicht gelassen ;-)))

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Sonntag, 29. Mai 2011

Schnupper-WT


Das ist die "Schnupperklasse" des gestern stattfindenden Workingtests im Forst Rundshorn, in der berühmten Sandkuhle bei Berkhof. Eigentlich sollte Malou hier bei den Veteranen starten, aber das war uns dann doch leider nicht möglich.
Paul (Nc Erasmus) und Ramona (oder doch Burkhard???) haben bei den Youngstern reingeschnuppert und den Workingtest bestanden. Herzlichen Glückwunsch nach Hannover.

Dienstag, 17. Mai 2011

iwt 2011

Am 14.&15.5. fand in Ungarn der iwt 2011 statt, zu dem wieder (die besten?) Teams aus vielen Ländern Europas dabei waren.
Lochiness Green Chive, der Vater meines E-Wurfes erreichte mit dem "National Team of Denmark 2" den 3. Platz mit 538 Punkten. Herzlichste Glückwünsche an Keld Jorgensen und sein Team.
Wo waren eigentlich die Belgier an diesem Wochenende?

Montag, 16. Mai 2011

Nc Erasmus (Paul) war beim Wesenstest

1 Jahr und 1 Woche ist der E-Wurf jetzt alt. Die ersten Hunde sind schon geröntgt, die erste Dummyprüfung bestanden und am Samstag, den 14.5. war Paul (Nc Erasmus) in Gronau beim Wesenstest.
Er hat von der WT-Richterin Irmelin Barckhausen eine wirklich sehr gute Beurteilung bekommen:

Zusammenfassende Wesensbeurteilung
Der 12 Monate alte Rüde hat ein sehr gutes Temperament und ein sehr ausgeprägtes Bewegungsverhalten. Er spielt gerne, noch lieber aber möchte er selbständig und in weiten Kreisen die Umgebung erkunden.
Sein Beuteverhalten ist sehr ausgeprägt, ebenso das Tragen und Zutragen. Auch Spürverhalten war zu sehen.
Die Bindung an seinen Führer ist vertrauensvoll und freudig, er ordnet sich ihm bereitwillig unter.
Fremden Menschen gegenüber ist er sicher und zutraulich. Auch die einengenden Situationen sind kein Problem für ihn.
Er ist schussfest.
Auf dem Parcours nähert er sich allen optischen und akustischen Reizen neugierig, sicher und selbständig.
Unerwünschte Eigenschaften: -
Bemerkungen: Ein fröhlicher, sicherer Rüde voller Neugierde und Lebensfreude.



......das war einmal der kleine Paul........

Sonntag, 8. Mai 2011

1 Jahr und 1 Workingtest

Wie die Zeit vergeht - der E-Wurf wurde heute vor einem Jahr geboren. Wer sich noch an diesen Tag erinnert, bzw. an meine blog-Eintragung auf der E-Wurf-Seite, weiß wahrscheinlich auch noch, wie aufregend und anstrengend dieser Tag war, der um 23.00 Uhr in der Tierklinik Magunna in Norderstedt mit einem Kaiserschnitt endete.
Aber es hat sich gelohnt. Acht quirlige schwarze Labradore mehr gibt es seitdem auf der Welt, die Tag für Tag ihre Besitzer erfreuen (oder auch mal nicht). So langsam werden sie erwachsen, die Erste hat auch ihre Dummyprüfung schon hinter sich.


Ich wünsche euch noch viele schöne Jahre mit euren Hunden - aber wir sehen uns ja auch noch, gelegentlich :-)))

Teil 2:
Es geht doch!
Cookie und ich waren am Samstag zum Charity Workingtest in Wiesbaden (s.u.), der diese Jahr schon zum 9.Mal stattfand. Was für ein tolles Ambiente, mit Schloß, Grillstation, Biertischen, gutem Wetter und gutgelaunten Menschen.
5 Richter aus England, der Schweiz und Österreich waren auf eigene Kosten angereist, um dieses jährliche Event in der Landeshauptstadt Hessens zu richten. 4 von 5 Aufgaben fanden im Wald statt, Aufgabe 5 auf einer großen Wiese mit recht einheitlichem, hohem Grasbewuchs. Eigentlich mein ganz persönlicher Alptraum (bisher - die Eingeweihten verstehen das ;-))) ). Aber das Hundchen hat markiert und wurde von Aufgabe zu Aufgabe besser. Ein Wald voller Totholz und irgendwo dazwischen liegt mein Dummy (oder auch mehrere)? Kein Problem: ich habe es fallen sehen und ich finde das auf den Punkt - zeigte sie mir immer wieder.
Besonders gut hat mir unsere letzte Team-Aufgabe gefallen. Bei Robert Kaserer fand ein Treiben im Wald statt, eines oberhalb und eines unterhalb des Weges, auf dem wir mit zwei Hunden standen. Hier kann ich mich nur bei Cookies Team-Partnerin "Hope vom Jüttwang" für ihre Ruhe und Beständigkeit bedanken.
Mit 92 von 100 Punkten (20/19/19/19/15) haben wir den 6.Platz von ca. 50 Startern in der Fortgeschrittenenklasse belegt, die Abzüge nehme ich dieses Mal auf meine Kappe. Danke, Cookie ;-))
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